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Leis­tungs­bi­lanz 2022 der Studie­ren­den­werke NRW veröffentlicht

18. Dezember 2023

Köln, 15. Dezember 2022: Die Leis­tungs­bi­lanz 2022 (LB 22) der Studie­ren­den­werke NRW bietet einen span­nenden Einblick in die wich­tige Arbeit der Studierendenwerke.

Die zwölf Studie­ren­den­werke in Nord­rhein-West­falen veröf­fent­li­chen heute ihre Leis­tungs­bi­lanz des Jahres 2022. Sie gibt einen Über­blick über die viel­fäl­tigen Leis­tungen der Studie­ren­den­werke. Für die Studie­ren­den­werke war 2022 ein turbu­lentes Jahr, zunächst geprägt von einer Rück­kehr zur „Norma­lität“ nach zwei­jäh­riger Corona-Pandemie, jedoch schnell gefolgt von weiteren einschnei­denden Krisen.

Über­gang aus der Corona-Pandemie in den „neuen Normalzustand“

Die Studie­renden kehrten allmäh­lich in die Präsenz­lehre zurück, die Mensen füllten sich langsam und damit auch die sozialen Begeg­nungen auf dem Campus insge­samt. Inmitten dieser langsam einkeh­renden Norma­lität begann der Krieg Russ­lands gegen die Ukraine, ein für viele unvor­stell­bares Ereignis, das bis heute andauert. Die Auswir­kungen dieses brutalen Angriffs­krieges spie­gelte sich aber­mals in multi­plen Krisen wider – Ener­gie­krise, „Preis­krise“ (Infla­tion), Versor­gungs­krise, Liefer­ket­ten­krise. Und am Hori­zont erscheint die Klima­krise als „Dauer­krise“.

Drama­ti­sche Kosten­stei­ge­rungen für die Studierenden

Nicht nur die Lebens­mit­tel­preise explo­dierten: In allen Sektoren, zum Beispiel der Instand­hal­tung, stiegen die Kosten massiv. Während des Sommers wurden bisher unbe­kannte Engpässe bei der Liefe­rung von drin­gend benö­tigten Produkten fest­ge­stellt – so war zum Beispiel Spei­seöl über viele Monate so etwas wie ein „Schwarz­markt­pro­dukt“. Parallel sind immerhin die Gäste­zahlen langsam wieder ange­stiegen und somit hat der Perso­nal­be­darf zuge­nommen. Aber auch hier mani­fes­tierte sich schon die nächste Krise: es wird immer schwie­riger, vakante Stellen „nach Corona“ quali­fi­ziert zu besetzen.

An der Seite der Studie­renden in heraus­for­dernden Zeiten

Jörg J. Schmitz, Spre­cher der Arbeits­ge­mein­schaft Studie­ren­den­werke NRW und Geschäfts­führer des Kölner Studierendenwerks:

„Ich möchte betonen, dass die Studie­ren­den­werke auch in diesen heraus­for­dernden Zeiten wie gewohnt eine zuver­läs­sige Säule der sozialen Infra­struktur für Studie­rende darstellen, insbe­son­dere für dieje­nigen, die von der Infla­tion beson­ders betroffen sind. Die rund 4.500 Beschäf­tigten unter­stützen mit ihrem tägli­chen Werk die Studie­renden auf sozialem und wirt­schaft­li­chem Gebiet. Die Studie­ren­den­werke mit ihren Unter­stüt­zungs­leis­tungen in den Berei­chen der Hoch­schul­gas­tro­nomie, des Wohnens, der Studi­en­fi­nan­zie­rung, der Bera­tung und Kinder­be­treuung tragen auch aus Sicht der Hoch­schulen längst zum Erfolg des eigenen Auftrags bei.“

Konti­nu­ier­liche Unter­stüt­zung der Landes­re­gie­rung weiterhin notwendig

Dank der finan­zi­ellen Unter­stüt­zung durch das Land NRW konnten einige Auswir­kungen der Krisen für die Studie­renden deut­lich abge­mil­dert werden. Mittel aus dem Sonder­ver­mögen Corona und den NRW-Krisen­be­wäl­ti­gungs-Fonds sorgen bis Ende 2023 für einen dämp­fenden Effekt u.a. auf Mensa­preis-/ und Sozi­al­bei­trags­er­hö­hungen. An dieser Stelle gilt der Dank sowohl der alten als auch der seit Juni 2022 neuen Landes­re­gie­rung. Zusätz­lich ist es erfreu­lich, dass die Landes­zu­schüsse an die Studie­ren­den­werke für das Jahr 2023 um drei Prozent gestei­gert wurden.

„Mit diesem Dank geht jedoch auch ein eindring­li­cher Appell an Wissen­schafts­mi­nis­terin Ina Brandes einher: Bitte sparen Sie nicht an der Förde­rung der Studie­renden und der auskömm­li­chen Finan­zie­rung der Studie­ren­den­werke. Ohne Unter­stüt­zung durch das Land können die Studie­ren­den­werke jedoch notwen­dige interne Reformen, Moder­ni­sie­rungen und stra­te­gi­sche Weichen­stel­lungen, die aufgrund der Auswir­kungen der Pandemie auf das Studium (u.a. hybride Lehr­for­mate) und auf die Hoch­schulen selbst (u.a. Home­of­fice in der Verwal­tung) deut­lich geworden sind, nicht oder besten­falls viel zu langsam umsetzen. Die Landes­re­gie­rung muss ihre selbst gesetzten Ansprüche aus dem NRW-Koali­ti­ons­ver­trag Zukunfts­ver­trag für Nord­rhein-West­falen einhalten und sicher­stellen, dass die Studie­ren­den­werke gestärkt werden“, unter­streicht Jörg J. Schmitz.

Die Leis­tungs­bi­lanz erscheint jähr­lich im Auftrag der Arbeits­ge­mein­schaft Studie­ren­den­werke NRW, c/o Kölner Studie­ren­den­werk AöR.

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