Stel­lung­nahme der Vorsit­zenden der Verwal­tungs­räte der Studie­ren­den­werke in NRW

2. April 2026

Vor dem Hinter­grund der aktu­ellen Bericht­erstat­tung im SPIEGEL über die Zusam­men­ar­beit der ARGE NRW mit den poli­ti­schen Frak­tionen im Landtag sowie der darauf­fol­genden öffent­li­chen Diskus­sion haben die Vorsit­zenden der Verwal­tungs­räte der Studie­ren­den­werke in Nord­rhein-West­falen eine gemein­same Stel­lung­nahme abge­geben. Diese lautet:

Gut und sicher studieren

Als Vorsit­zende der Verwal­tungs­räte der Studie­ren­den­werke in NRW enga­gieren wir uns für ein soziales Umfeld, in dem junge Menschen gut und sicher studieren können. Die Bedürf­nisse der Studie­renden stehen im Mittel­punkt unseres Wirkens.

Wir bekennen uns klar zu einer Will­kom­mens­kultur für Studie­rende jeder Herkunft und mit unter­schied­li­chen Lebens­ent­würfen. Die Inter­na­tio­na­li­sie­rung der Hoch­schulen unter­stützen wir ausdrück­lich. Mitein­ander und vonein­ander zu lernen, ist eine wich­tige Grund­lage für ein respekt­volles und fried­li­ches Mitein­ander in unserer globa­li­sierten Welt. Die Wissen­schafts­frei­heit der Hoch­schulen ist hierfür ein hohes Gut, das durch unser Grund­ge­setz geschützt ist. Der offene Diskurs inner­halb der Hoch­schulen ist eine Voraus­set­zung dafür, gesell­schaft­liche Verant­wor­tung entwi­ckeln zu können und bildet zugleich eine Grund­lage für eine offene, viel­fäl­tige Gesellschaft.

Wir stellen uns in aller Deut­lich­keit gegen Ideo­lo­gien und poli­ti­sche Strö­mungen, die die frei­heit­lich-demo­kra­ti­schen Grund­werte miss­achten und das viel­fäl­tige und tole­rante Zusam­men­leben schwä­chen. Sie brechen mit den Grund­lagen, die einen respekt­vollen Diskurs erst ermög­li­chen. Deswegen lehnen wir jede Form der Zusam­men­ar­beit mit poli­ti­schen und gesell­schaft­li­chen Akteuren und Parteien ab, die rechts­staat­liche Prin­zi­pien und die Achtung der Würde jedes Menschen verletzen und damit jede trag­fä­hige Koope­ra­tion im demo­kra­ti­schen Rahmen verhindern.

Wir fordern die Geschäfts­füh­rungen aller Studie­ren­den­werke in NRW auf, sich dieser Posi­tio­nie­rung anzuschließen.

Neben den Geschäfts­füh­rungen sind die Verwal­tungs­räte das zweite Organ der Studie­ren­den­werke in NRW. Sie werden nicht durch die Arbeits­ge­mein­schaft Studie­ren­den­werke NRW (ARGE), dem Zusam­men­schluss der Geschäfts­füh­rungen, vertreten.

Für die Vorsitze der Verwal­tungs­räte der Studie­ren­den­werke NRW:

Dr. Swantje Eibach-Danze­glocke, Aachen
Chris­tian Osinga, Bielefeld
Ron Agethen, Bochum
Paul Ludwig, Bonn
Simon Waimann, Dortmund
Andreas Meske, Düsseldorf
Pascal Winter, Essen-Duisburg
Hannah Schulze Zurmussen, Köln
Sebas­tian Schick, Münster
Simone Probst, Paderborn
Marius Wötzel, Siegen
Dietmar Bell, Wuppertal

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Der von den Verwal­tungs­rats­vor­sit­zenden der Studie­ren­den­werke NRW formu­lierten Posi­tion schließe ich mich als Geschäfts­füh­rerin des Studie­ren­den­werks Siegen ausdrück­lich an.

Sie macht deut­lich, wie wichtig ein sicheres und offenes Studi­en­um­feld ist, in dem sich alle Studie­renden will­kommen fühlen können. Ein gelun­genes Studium lebt nicht nur von guten Rahmen­be­din­gungen, sondern vor allem von Respekt, Viel­falt und gegen­sei­tiger Wert­schät­zung. Diese Werte prägen auch unser Handeln im Studie­ren­den­werk Siegen und leiten uns dabei, Studie­rende verläss­lich und passend zu ihren Bedürf­nissen zu unter­stützen: Damit Studieren gelingt!

Gerade deshalb ist es wichtig, unsere frei­heit­lich-demo­kra­ti­schen Grund­werte im Hoch­schul­alltag aktiv zu schützen und sichtbar zu leben.

Für das Enga­ge­ment und das klare Signal danke ich allen Verwal­tungs­rats­vor­sit­zenden sehr herz­lich, in beson­derer Weise unserem Verwal­tungs­rats­vor­sit­zenden, Herrn Marius Wötzel.

Dr. Insa Deeken
Geschäfts­füh­rerin des Studie­ren­den­werks Siegen

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